Mittwoch, 25. November 2015

*NEUES von der ÖSENfront*




 Ösen – immer noch für viele ein rotes Tuch, zumindest entnehme ich das Euren Kommentaren hier und ich bekomme auch ab und an eine Mail mit Fragen zu den Ösen.

Wie ich meine Ösen befestige habe ich *hier* schon einmal ausführlich gezeigt und bisher hat sich noch NIE eine Öse gelockert oder ist gar ganz abgegangen.

Ganz, ganz wichtig ist, dass Ihr den Stoff ordentlich verstärkt (je dehnbarer und dünner der Stoff, umso mehr verstärken) und das Loch auf gar keinen Fall mit dem in der Packung liegenden Werkzeug in den Stoff schlagt.

Ich schneide mir zuerst ein winzig kleines Loch an die Stelle wo die Öse sitzen soll (dafür nehme ich diese Schere, schön scharf und sehr spitz), dann schneide ich das Loch ein wenig größer und drücke die Öse versuchsweise in den Stoff. Da merkt man dann ganz schnell, ob das Loch noch vergrößert werden muss. Die Öse muss auf jeden Fall mit Druck durch das Loch gesteckt werden, denn je fester sie dort schon im Stoff sitzt, umso fester sitzt sie hinterher.

Zum Befestigen der Ösen verwende ich ausschließlich die Vario-Zange von Prym (*hier* über den Nähpark).

Jetzt aber zu meinem neusten "Öseneinschlagwerkzeug":


Vor einigen Wochen habe ich meine Ösenzange um eine „Einschlaghilfe“ für Ösen (*hier* ebenfalls über den Nähpark) erweitert und bin ganz angetan von ihr.


Wofür ich so etwas brauche, wo ich doch eine Ösenzange habe… tja, also die Sache ist so: 
Viele genäht Dinge „entstehen“ bei mir, Ideen zu Details kommen mir während des Nähens (oder wenn ich einfach keinen konkreten Plan habe *hüstel*) und da kann es durchaus schon einmal vorkommen, dass ich gerne eine Öse an einer Stelle haben möchte, welche aber dann schon ganz und gar nicht mehr mit der Zange zu erreichen ist (oder weil ich vorher zu faul war, den Stoff zu verstärken, ein Quadrat aufzusteppen, ein Loch zu schneiden und eine Öse einzuhauen und stattdessen einfach genäht habe und mich dann kurze Zeit später in den H*** beißen könnte wegen meiner Faulheit…), genau da ist die Einschlaghilfe total genial.



Auch hier sitzt die Öse wirklich sehr, sehr fest (aber auch hier ist es für den Halt ausschlaggebend, dass das Loch kleiner und mit der Schere geschnitten wird). Ich habe das kleine Ufo die Einschlaghilfe nun schon öfters eingesetzt (ähm, aus welchen der o. g. Gründen verrate ich Euch jetzt mal nicht…) und möchte sie nicht mehr missen.

 
Die Vario-Zange ist bei mir immer noch die erste Wahl beim Befestigen der Ösen aber gerade an schwer zu erreichenden Stellen ist das Anbringen der Ösen dank des Dreibein nun auch absolut easy.


Das Dreibein (wie auch die Zange) kann man übrigens auch zum Einschlagen von Druckknöpfen verwenden und nun hat meine Tasche endlich den Knopf bekommen, welchen ich immer wieder sehr vermisst habe.

Herzlichst,
Tessa

Donnerstag, 19. November 2015

#nähbloggerfürflüchtlinge



Was wäre wenn...?

Das ist die Frage, welche mich seit Monaten beschäftigt… wobei die Stelle hinter dem wenn immer wieder mal einen anderen Wortlaut hat.

… ich um mein Leben und das meiner liebsten Menschen tagtäglich fürchten müsste?
… ich jeden Tag aufs Neue dem Terror in die Augen blicken müsste?
… ich keinerlei Optionen für meine Zukunft sehen würde?

Da würden sich jetzt noch einige Fragen anfügen lassen und auf alles wäre die Antwort wohl: Ich würde mich auf den Weg machen in ein besseres Leben, würde mir wünschen, dass ich den Wahnsinn hinter mir lassen und in einem neuen Land wieder Freiheit und Frieden erleben darf.


Und auch die Fragen "Was kann ich tun? Wie kann ich Hilfe leisten?“ sind meine Begleiter geworden!

Deshalb möchte ich Euch heute ein ganz besonderes Projekt vorstellen:




Nähblogger für Flüchtlinge“ – das ist ein Gemeinschaftsprojekt von 30 Bloggerinnen. Uns alle eint die Liebe zum Nähen, die Liebe zu hochwertigen Stoffen und Materialien. Und die Tatsache, dass wir einen Beitrag zur Flüchtlingshilfe leisten möchten, so wie wir es am besten können – mit Nadel und Faden, Tastatur und Computer.

Von mir könnt Ihr bei dieser Versteigerung ein wunderschönes, kuschelig weiches Dreieckstuch erstehen.

  Gehäkelt aus 100 % Merinowolle, Drops Merino extra fine

 
 Der komplette Erlös fließt an „Blogger für Flüchtlinge“, eine Dachorganisation, unter der sich weltweit mittlerweile mehr als 2200 Blogger zusammengeschlossen haben. Über die Spendenplattform betterplace.org werden mithilfe der Gelder gezielt Hilfsprojekte für Flüchtlinge unterstützt – deutschlandweit.


  



Auf www.nähblogger-für-füchtlinge.de findest Du ab dem 23. November in liebevoller Handarbeit hergestellte Unikate. Ich freue mich sehr, einen kleinen Beitrag zu leisten und wünsche mir, dass Ihr alle ganz fleißig mit steigert und Werbung macht.




Herzlichst,
Tessa

Mittwoch, 18. November 2015

*Die perfekte KINDERnähmaschine*



Eine perfekte Kindernähmaschine – gibt es die überhaupt? 

Meiner Meinung nach ist dann eine Nähmaschine perfekt für Kinder geeignet, wenn man beim Kauf einige Punkte beachtet und mit Kinderaugen die Maschine ansieht.

Welche Nähmaschine es dann letztendlich wird, ist weniger von dem Hersteller abhängig als davon, was die Maschine kann.

Ich gehe seit vielen Jahren regelmäßig in Kindergärten (hier ab 5 Jahren) und Grundschulen um dort mit den Kids zusammen an der Nähmaschine zu nähen. Außerdem nähen inzwischen alle meine drei Kinder immer mal wieder eine Kleinigkeit. 

Ich möchte, dass die Kinder total viel Spaß beim Nähen haben und mit strahlenden Augen ein fertiges Teil nach Hause tragen.
Damit das so ist, ist es für mich sehr wichtig, dass die Nähmaschine folgende Eigenschaften hat:


Einfach und übersichtlich in der Bedienung
Die Fadenführung für Ober- und Unterfaden ist auf der Maschine gekennzeichnet
Die Geschwindigkeit lässt sich stufenlos regulieren
Die Maschine näht auch ohne Fusspedal per Knopfdruck 
Die Nadelposition kann auf „Nadel unten“ verändert werden


Da vor einigen Monaten die Neuanschaffung einer Nähmaschine für die Kindernähkurse anstand, habe ich mich mit Frau Neuhierl vom NähparkDiermeier beraten. Ich habe mir im Vorfeld einige Maschinen angeschaut und zusammen mit der langjährigen Erfahrung von Frau Neuhierl, haben wir eine Maschine gefunden, welche diese Punkte optimal erfüllt: Die Brother Innov-is 10 A .


Nach nunmehr einem ¾ Jahr Praxistest kann ich sagen, dass dies eine sehr gute Entscheidung war.

1) Geschwindigkeit stufenlos regulierbar 2) nähen ohne Fusspedal 3) Nadelpostion verstellbar

Die Maschine ist sehr übersichtlich aufgebaut und meine Erfahrung zeigt, dass die Anordnung der Knöpfe und ihre Symbolik den Kindern auf Anhieb verständlich sind und sie sich die Funktionen sehr schnell eingeprägt haben.



Das Einfädeln des Oberfadens und das Einlegen der Unterfadenspule ist oft das Schwierigste für die Kinder, zumindest in der Altergruppe in welcher ich nähe (ca. 5-10 Jahre). Auf der Brother Innov-is 10 A ist sowohl der Weg des Oberfadens aufgedruckt als auch der Garnverlauf beim Aufspulen des Unterfadens. 


Die Spule mit dem Unterfaden ist sehr einfach von oben in die Nähmaschine einzulegen. Das schaffen kleine Kinderfinger mit ein wenig Übung ganz problemlos.


Ich finde es sehr wichtig, dass sich die Nähgeschwindigkeit stufenlos verstellen lässt. Gerade bei jüngeren Kinder achte ich darauf, dass die Maschine sehr langsam näht, bei den etwas größeren darf es dann schonmal ein wenig mehr „Gas“ sein *lach*. Oft ist es leider bei den sehr billigen Discounter-Maschinen so, dass die Geschwindigkeit sich kaum regulieren lässt und sie sehr ruckartig anlaufen.


Im Kindergartenalter nähe ich grundsätzlich ohne Fusspedal. Hier starten die Kinder die Nähmaschine per Knopfdruck selbst. Schon einig cm vor Nahtende erinnere ich sie daran, dass sie nun bald das Knöpfchen wieder drücken müssen, damit die Nähmaschine aufhört zu nähen. 

 
In der Grundschule entscheide ich meist spontan von Kind zu Kind, ob es mit oder ohne Pedal näht. Hier müssen die Kinder erst einmal ein Gefühl dafür bekommen, dass wenn sie unten „Gas geben“, sich oben die Nadel bewegt.

 
Meine Erfahrung ist hier, je älter das Kind, umso lieber möchte es mit Fusspedal nähen und sieht dann auch, dass es einfacher ist, wenn man beide Hände am Stoff haben kann und nicht erst ein Knopf drücken muss, um loszunähen. Hier kommt dann meist ein kleiner Schemel zum Einsatz :-), damit das Pedal besser erreicht werden kann.


Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich, dass ich die Nadelposition per Knopfdruck hoch bzw. runter stellen kann und die Nadel auch im Stoff stecken bleibt, sobald ich das Pedal nicht mehr betätige. Wenn die Nadel im Stoff ist, wird ein Wegrutschen des Stoffes oder ein Verschieben der Naht verhindert und gerade Kinder machen oft viele Pausen. Da wäre die erste Naht schon gleich sehr frustrierend, wenn sie durch viele Verrutscher und Zacken geprägt wäre.

 Hilfe, sie näht vorbei *lach*

Die Brother Innov-is 10 A hat wenig, aber ausreichend genug Stiche. Das finde ich persönlich sehr gut, denn es trägt erheblich dazu bei, dass das Kind nicht den Überblick verliert und ich wirklich zu jedem einzelnen Stich erklären kann, wozu er da ist und was man mit ihm alles „anstellen“ kann.

 
Mir ist außerdem sehr wichtig, dass die Maschine über einen Stretchstich verfügt und diesen sauber und ordentlich vernäht. Sobald ich mich mit den Kindern durch Schlüsselbänder, Kissenhüllen und Co. genäht habe, möchten sie gerne ihren ersten Loop nähen. Da ist es einfach toll, wenn die Maschine auch Jersey und Sweat ordentlich vernäht.

Das sind die wichtigsten Punkt, welche für mich eine für Kinder geeignete Nähmaschine auszeichnen und auf welche ich beim Kauf auf gar keinen Fall verzichten würde.

  
Die Brother Innov-is 10  A bringt das übliche Zubehör mit. Hier muss ich gestehen, dass ich außer den Reißverschlussfuss noch keinen anderen Fuss benötigt habe.

Vielleicht ist es für einige von Euch außerdem ganz wichtig, dass das Nähfüsschen eine „Fingerschutz“ hat, wie z. B. bei den kleinen Nähmaschinen (*hier*), welche extra für Kinder entwickelt wurden und Ihr wundert Euch, wieso ich diesen Punkt oben nicht aufgeführt habe. 

Ja, für mich steht die Sicherheit auch an erster Stelle und ich bin dankbar dafür, dass in all den Jahren noch kein einziger kleiner Finger unter der Nadel gelandet ist und im Übrigen auch sonst nichts, was nicht dorthin gehörte :-)

 
Solche "Schutzfüsschen" gibt es leider nicht für die üblichen Haushaltsnähmaschinen.  Ich bin aber davon überzeugt, dass es viel mehr Sinn und Freude macht, gleich eine „große“ Nähmaschine für die Kleinen zu kaufen als mit einer reinen Kindernähmaschine anzufangen.

Daher erkläre ich vor jedem Nähen den Kindern wie die Nähmaschine funktioniert und wo sie ganz besonders Acht haben müssen und außerdem bin ich IMMER mit meinen Augen, Händen und Ohren ganz bei den Kindern und sitze oder steht direkt hinter ihnen.

Ich bin jedes Mal aufs Neue wieder sehr begeistert, wie schnell Kinder lernen und wie selbstverständlich sie sich an die Nähmaschine setzen und ein Teil nach dem anderen wundervoll meistern.

 Ich jedenfalls finde die Brother Innov-is 10 A für meine Näh-Kinder perfekt und kann sie nur empfehlen.

Mich interessiert natürlich: Nähen Eure Kinder und wenn ja, haben sie eine eigene Maschine? Worauf habt Ihr beim Kauf geachtet? Was war Euch besonders wichtig?

Herzlichst,
Tessa

*Die Nähmaschine wurde mir vom Nähpark für meine ehrenamtliche Tätigkeit zur Verfügung gestellt, vielen herzlichen Dank dafür. Ich nähe nun schon einige Monate in diesem Rahmen mit der Maschine und bin begeistert von ihr. Dies ist meine eigene, persönliche Meinung und der Nähpark hat hierrauf keinerlei Einfluss genommen. Ebenso wurde von mir kein "Bericht", Post oder anderweitige Werbung erwartet. Ich möchte Euch einfach meine Erfahrung weitergeben und Euch diese Maschine empfehlen, weil sie mich überzeugt hat. Wenn mich an dieser Maschine etwas stören würde oder negativ aufgefallen wäre, hätte ich auch hiervon berichtet*